Was ist das Besondere an HaLT? Drucken
  • Mit HaLT gelingt die systematische und frühzeitige Ansprache von Kindern und Jugendlichen, die mit einer schweren Alkoholvergiftung stationär behandelt werden müssen. Grundlage hierfür sind neue Partnerschaften mit dem Aufbau von funktionierenden Schnittstellen zwischen Medizin und Suchtprävention.

  • HaLT verbindet Verhaltens- und Verhältnisprävention und spricht gleichzeitig Jugendliche und Erwachsene an. HaLT vermeidet dadurch eine Individualisierung jugendlichen Alkoholmissbrauchs und eine Zuschreibung der Verantwortung allein auf Jugendliche und ihre Eltern. HaLT bezieht den Kontext mit ein, in dem jugendlicher Alkoholmissbrauch entsteht, weil sich nachhaltige Lösungsansätze nur hieraus ableiten lassen.

  • HaLT wirkt in regionalen Netzwerken, ist aber als Bundesmodellprojekt gleichzeitig eingebettet in nationale Präventionsstrategien. In mehreren Bundesländern gibt es Koordinationsstellen mit dem Auftrag, die Implementierung von HaLT-Projekten in ihrem Land zu unterstützen. So lassen sich personalkommunikative Maßnahmen und die breite Ansprache der Bevölkerung in den Regionen mit Maßnahmen der Alkoholpolitik und überregionalen massenmedialen Kampagnen verknüpfen.

  • HaLT wurde durch die Prognos AG wissenschaftlich begleitet und bezüglich seiner Effekte evaluiert: Das Konzept wurde zunächst in einer 18-monatigen Pilotphase hinsichtlich seiner Praxistauglichkeit erprobt. Danach wurde es im Rahmen einer mehr als zweijährigen Modellphase an insgesamt 11
    Standorten in der ganzen Bundesrepublik auf den Prüfstand gestellt. Die Prognos AG stellt dem Projekt ein gutes Zeugnis aus: HaLT ist effizient, effektiv und günstig.
    Zudem ist das HaLT-Konzept in wesentlichen Teilen evidenzbasiert. Im reaktiven Baustein sind das die Präventionsmodule, die auf der Wirksamkeit von Motivierender Gesprächsführung (MI) und dem Transtheoretischen Modell der Verhaltensänderung (TTM) in der Frühintervention basieren. Im proaktiven Baustein sind dies insbesondere steuernde Ansätze zur Angebotsreduktion (z.B. Einhaltung von Altersgrenzen im Verkauf etc.) in einem Gemeinwesen.